Ein heißer Sommer 2026 und eine strahlende Königin
War der Traum vom Sommermärchen für „König Fußball“ in diesem Jahr schon früh geplatzt, währte er beim Himmeroder Orgelsommer ganze drei Monate. In sieben Konzerten in vierzehntägigem Abstand konnte die „Königin der Instrumente“, oder besser gesagt, die „Queen von Himmerod“ in gleißendem Sommerlicht strahlen wie selten zuvor. Ausnahmslos alle Interpretinnen und Interpreten lobten dabei die unglaubliche Vielfalt der Klangfarben, die dieses einzigartige Instrument zu bieten hat. Sie sei eine „Dame mit Charakter“, ganz so wie die Reihe selbst, scheinbar unspektakulär, aber dennoch mit klarer Linie und markantem Profil.
Was orgelmusikalisch heute möglich ist, zeigte schon die Auswahl der eingeladenen Gäste und ihrer jeweiligen Programme: renommierte wie etablierte Künstler und Künstlerinnen sowie junge Talente, traditionell-klassische Programme neben interessanten Neuentdeckungen bis hin zu sogenannten „Crossover-Programmen“. Eines indes war allen Darbietungen und Programmen gemeinsam, es erklang stets Musik auf anspruchsvollem Niveau, die die Menschen auf je eigene Art anzusprechen und zu berühren vermochte. Kunst um der Kunst willen mag anderenorts ihren Platz haben, in Himmerod geht man seit Jahren da andere Wege. Und das nicht ohne Erfolg, denn in keinem Konzert waren weniger als 300 Zuhörerinnen und Zuhörer.
Das Foto zeigt Jeni Böhm, die im Abschlusskonzert mit einem fulminanten Programm nochmals einen besonderen Akzent setzte.



