Traditionsbewusst: Klosterfischerei

Frischer Fisch aus den Teichen von Himmerod

Die Fischzucht hat in Himmrod eine lange Tradition, nahm der Fisch doch auf dem Speiseplan der Zisterzienser über Jahrhunderte eine gesonderte Stellung ein.

Seit 2012 betreibt die Divendo integration (Integrationsbetrieb des DRK für schwerbehinderte Menschen) als Pächter die Himmeroder Klosterfischerei. In den großzügigen Teichanlagen werden heute Regenbogen- und Lachsforellen gezogen, die direkt vor Ort verarbeitet werden und wahlweise frisch und küchenfertig oder geräuchert ganz, filetiert, naturbelassen oder mit Gewürzen verfeinert zum Kauf im eigenen Laden angeboten werden. Und selbstverständlich findet sich die Himmeroder Forelle auch auf der Speisekarte der Klostergaststätte.

Himmeroder Klosterforelle – ein regionales Naturprodukt – auch zum Selbstangeln aus den Klosterteichen in unserem Angelpark.

Ein Blick in die Geschichte …

Seit der Gründung des Zisterzienserordens im Jahr 1098 war für deren Klöster konsequente Eigenwirtschaft und für die Mönche Handarbeit vorgeschrieben. Die Gründer durften sich nur in Ödland und Sumpfgebieten niederlassen. Durch den hohen Wissensstand, den sich insbesondere die Laienbrüder im Laufe der Zeit erwarben, wurden die Zisterzienser bald zu Pionieren bei der Trockenlegung und Rodung von unerschlossenen Gebieten und der Urbarmachung von Feld und Flur.

Dabei spezialisierte man sich durch die frühe Festlegung der Charta Caritatis, nur in abgelegenen wasserreichen Tälern zu siedeln, auf Kanalisation und Regulierung von Flussläufen sowie auf den systematischen Aufbau von untereinander vernetzten und nach Gattungen und verschiedenen Wasserregelkreisen (Wassermenge, -qualität, stehende und fließende Gewässer) unterteilten Teichanlagen.

Die Fischzucht nahm innerhalb der Wirtschaftsbetriebe im klösterlichen Nahrungsangebot auch wegen des ansonsten regelgemäßen Fleischverbots eine gesonderte Stellung ein. Modern und ökologisch sind heute noch die ursprünglichen Methoden in Aufzucht, Teichdüngung und Teichbau. Bekannt in aller Welt ist die Bezeichnung “Mönch” als Regulator des Wasserstandes am Teichausfluss.

In Himmerod zog man in großzügigen Teichanlagen in der näheren Umgebung der Abtei Hechte, Schleien und Karpfen. Außerdem standen den Mönchen in den Gewässern der Salm, Lieser und Kyll reiche Fischereirechte zu. Der Überschuss wanderte auf die Märkte der Umgebung. Nach der Wiederbesiedlung Himmerods 1919 nahm die Abtei diesen Wirtschaftszweig wieder auf.

Ladenöffnungszeiten

Freitag – Sonntag und an Feiertagen
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Werksverkauf

täglich von
08:00 – 17:00 Uhr

Angelpark

täglich, auch an Sonn- und Feiertagen geöffnet von
08:00 – 17:00 Uhr
Angelköder vor Ort erhältlich!

Kontakt

Divendo Integrations gGmbH

Klosterfischerei Abtei Himmerod

Betriebsleiter: Torsten Wienert

Tel. +49 (0) 6575 9513-29

Tel. +49 (0) 175 5755 185

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