Abteikonzerte 2017

Himmerod ist bis heute unbestritten ein geistiges wie kulturelles Zentrum der Region. Kunst und Kultur sind seit jeher untrennbar mit dem Ort verbunden. Man denke nur an die herausragenden architektonischen Leistungen der ersten Mönche, die eine bis dahin unbekannte technische (Kunst-)Fertigkeit aus ihrer französischen Heimat mitbrachten. Aber auch die einstmals prachtvolle Bibliothek zählte im ausgehenden Mittelalter zu einer der bedeutendsten des Abendlandes. Musikalisch ist leider wenig überliefert. Das Vorhandensein einer Orgel in der romanischen Basilika ist dokumentiert, ebenso wissen wir von einem prächtigen Instrument aus dem 18. Jahrhundert, das sogar um einige Register größer als die Trierer Domorgel war.

Mit der heutigen Orgel aus dem Jahr 1962 besitzt Himmerod wieder ein Instrument, das zu seiner Zeit Maßstäbe setze und nicht wenige Neubauten der Folgejahre beeinflusst hat. So wundert es kaum, dass diese Orgel heute im Zentrum vieler Konzertveranstaltungen steht. Aber auch Chor- und sonstige Konzerte bereichern zunehmend das kulturelle Angebot in der Region. Erfreulich bei allem ist, wie dankbar und enthusiastisch diese Kulturangebote nicht nur von den hier lebenden Menschen an- und wahrgenommen werden.

Lebensbaumkriche Manderscheid

3. Oktober, 16 Uhr

Von Bach zur Moldau

Seit vielen Jahren schon wird Himmrod eine alte englische Tradition gepflegt. Wenn man kein Orchester hat, oder sich keines leisten kann, dafür aber eine große und schöne Orgel, warum sollte man nicht entsprechende Orchesterwerke auf der Orgel spielen. Gerade große symphonische Musik kann auf einer entsprechenden Orgel (und in einem entsprechenden Raum) zu einem durchaus beeindruckenden Hörerlebnissen werden.

Ein solches Erlebnis verspricht das Konzert mit dem Prager Konzertorganisten Pavel Kohout, der schon mehrfach zu Gast in Himmerod war, zu werden. Denn auf seinem Programm steht neben dem 3. Brandenburgischen Konzert von Johann Sebastian Bach eines der bekanntesten Orchesterwerke überhaupt, die weltbekannte symphonische Dichtung „Die Moldau“ aus dem Zyklus „Mein Vaterland“ von Bedrich Smetana, ein Werk, das unmittelbar nach seiner Uraufführung bereits den Status einer tschechischen Nationalmusik erlangt hatte und bis heute traditionell zur Eröffnung des Muskfestivals „Prager Frühling“ ertönt.

Bitte beachten Sie, dass dieses Konzert nicht in Himmerod – die Kirche ist wegen Renovierungsarbeiten geschlossen – stattfindet, sondern in der Lebensbaumkirche Manderscheid.

22. Oktober, 15 Uhr – ehem. Refektorium

Kammermusik im Kloster I

„Musik des frühen Mittelalters Spaniens – Cantigas de Santa Maria“

Sabine Loredo Silva, Halle/Saale

5. November, 15 Uhr – ehem. Refektorium

Kammermusik im Kloster II

Perlen des Barock“ – Musik für Violine und Cembalo von und um Georg Philipp Telemann

Valentina Koltsova, Violine – Heiko und Ralf Hansjosten, historische Tasteninstrumente

19. November, 15 Uhr

Tod und Ewigkeit

Kammerchor AMBITUS, Luxemburg – Paul Kayser (Echternach), Orgel

17. Dezember – 3. Advent, 15 Uhr

Himmeroder Adventskonzert

Vokalquartett DurAkkord – Wolfgang Valerius, Orgel

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Information / Kontakt

Info-Point Abtei Himmerod

Wolfgang Valerius

Tel. +49 (0) 6575 9513-80

E-Mail

Terminübersicht

3. Oktober, 15 Uhr

Von Bach zur Moldau

Pavel Kohout, Prag

22. Oktober, 15 Uhr – ehem. Refektorium

Kammermusik im Kloster I

5. November, 15 Uhr – ehem. Refektorium

Kammermusik im Kloster II

19. November, 15 Uhr

Tod und Ewigkeit

17. Dezember – 3. Advent, 15 Uhr

Himmeroder Adventskonzert