Himmerod von den Anfängen bis heute

Himmerod, das 14. Tochterkloster von Clairvaux, ist die einzige Bernhardsgründung in Deutschland, zu der am Benediktstag 1134 Bernhard von Clairvaux Abt Randulf und eine Gruppe Mönche aussandte, von denen uns neun namentlich bekannt sind, an erster Stelle der hl. David. Aus dieser Zeit sind uns noch der Stab des sel. Randulf und Säulenreste des ersten romanischen Klosters erhalten, die uns eine Vorstellung des Baus erahnen lassen, den der Architekt und Novizenmeister von Clairvaux, Achard, hier errichtete.

Himmerod wurde im 12. Jahrhundert das “Kloster der Heiligen” genannt. Allein 74 Namen seiner Mönche sind im Heiligenverzeichnis des Ordens zu fiinden. Das Kloster gründete seinerseits Heisterbach bei Bonn. Von dort aus wurde Marienstatt im Westerwald gegründet, das in der neuen Geschichte 1922 die kirchenrechtliche Wiederbegründung der ehrwürdigen Stätte übernahm. Trappisten aus Mariastern/ Banjaluka hatten sich hier 1919 an dieser – neben Eberbach einzigen deutschen – Bernhardsgründung niedergelassen. In aufopferungsvoller Weise wurden die alten Gebäude wieder hergestellt: der Kreuzgang des Orvaler Zisterzienserbruders Gabriel Simon im Stil nachlebender Gotik des 17. Jahrhunderts, die imposanteste barocke Hallenkirche des Rheinlands von C. Kretschmar. 1934 wurde die Tochtergründung Itaporanga in Brasilien nach Plänen von Prof. Boßlet errichtet. Die weitläufigen Gebäude Himmerods waren für die Aufnahme von ca. 80 Mönchen in den 1930er Jahren bestimmt. Im Krieg dienten sie als Lazarett für Hunderte von Verwundeten und zur Unterbringung von Flüchtlingen.

Derzeit leben acht Mönche und zwei Postulanten  in Himmerod.